In der Schierlinger Pfarrkirche wurde an Theres Wallner erinnert, die vor 85 Jahren dem Euthanasieprogramm der Nationalsozialisten zum Opfer fiel. An sie erinnert der einzige Stolperstein im Landkreis Regensburg. Zu der Feier hatte Fritz Wallner drei Schulen eingeladen, darunter die Nardini-Realschule, dazu Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Landrätin Tanja Schweiger und den Leiter der Gedenkstätte Hartheim.
Zwölf unserer Schülerinnen gestalteten mit Schulleiter Thomas Dambacher die Inszenierung „Kerzen für die Opfer“. Zu jeder Station im Leben von Theres Wallner wurde eine Kerze ausgeblasen — alleingelassen, ausgegrenzt, abtransportiert, entblößt, vergast, verbrannt, verscharrt, nicht vergessen. Nur die letzte durfte weiterbrennen. Vier weitere Schülerinnen übernahmen mit Geige und Klavier einen Teil der musikalischen Umrahmung.
„Wir brauchen sie mehr denn je: die Erinnerung“, sagte Ilse Aigner. „Wir schulden den Opfern ein würdiges Gedenken. Und wir schulden uns und den folgenden Generationen eine Erinnerung — als moralische, als politische, als gesellschaftliche Leitplanke.“
Fritz Wallner ist mit seiner Erinnerungsarbeit seit Jahren auch bei uns an der Schule zu Gast.