Bildung, die mehr bewegt

An unserer Schule verstehen wir Bildung als ganzheitliche Entwicklung. Neben dem regulären Unterricht bieten wir vielfältige Angebote in den Bereichen Musik, Sprache, Naturwissenschaften und Förderung. So schaffen wir Raum für Talente, Interessen und persönliche Stärken – über den Klassenraum hinaus.

Ab der siebten Klasse wählt Ihre Tochter

Alle drei Wahlpflichtfächergruppen führen zum selben Abschluss. Sie unterscheiden sich darin, welches Fach dazukommt und wo der Schwerpunkt liegt. Vor der Wahl stellen wir alle drei ausführlich vor — niemand trifft sie allein.

Wirtschaft

Wahlpflichtfächergruppe II

Betriebswirtschaftslehre und Rechnungswesen. Der wirtschaftliche Zweig — für Schülerinnen, die wissen wollen, wie ein Betrieb rechnet, und die sich eine kaufmännische Richtung vorstellen können.

Französisch

Wahlpflichtfächergruppe III a

Als zweite Fremdsprache, ab der siebten Klasse. Der sprachliche Zweig — für Schülerinnen, denen Sprachen liegen und die gern noch eine dazunehmen. Am Ende steht die DELF-Prüfung: in der neunten Klasse auf dem Niveau A2, in der zehnten auf B1, beide Zertifikate sind international anerkannt.

Ernährung und Gesundheit

Wahlpflichtfächergruppe III b

Der Zweig mit dem größten praktischen Anteil — für Schülerinnen, die lieber mit den Händen denken und sich für Gesundheit, Ernährung und soziale Berufe interessieren.

Wie bei uns unterrichtet wird

Einiges davon gibt es an jeder Realschule. Anderes prägt den Tag mehr, als ein Stundenplan vermuten lässt.

Marchtaler Plan

Die Woche beginnt nicht mit dem Stoff, sondern im Morgenkreis — montags in der ersten Stunde, in jeder Jahrgangsstufe. Ein Gedanke, ein Text, eine Stille. In der Freien Stillarbeit entscheiden die Fünft- und Sechstklässlerinnen selbst, woran sie arbeiten und wie lange. Beides braucht Übung, und beides macht selbständiger.

Compassion

In der neunten Klasse arbeiten unsere Schülerinnen fünf Tage lang in einer sozialen Einrichtung mit — im Alten- oder Pflegeheim, im Krankenhaus, in einer Behinderteneinrichtung. Nicht zum Zuschauen, sondern zum Mittun, und meist an einem Ort, an dem sie vorher noch nie waren.

Praktikum bei der Handwerkskammer

In der achten Klasse geht es für acht Tage in die Werkstätten der Handwerkskammer. Dazu gehört eine Potenzialanalyse — kein Test mit Noten, sondern eine Rückmeldung darüber, wo Stärken liegen, die im Unterricht nicht auffallen.

Englisch über den Lehrplan hinaus

In der siebten und achten Klasse wird ein Teil des Biologieunterrichts auf Englisch gehalten. In der neunten Klasse kommt eine Conversation-Stunde dazu — für alle verpflichtend, in geteilten Gruppen, damit jede Einzelne öfter zu Wort kommt. Beim Speaking Test der Abschlussprüfung ist das freie Sprechen dann nicht das erste Mal.

Medienführerschein

Wie Netzwerke, Quellen und Daten funktionieren — und was davon man besser nicht teilt. Der Medienführerschein ist ein bayerisches Unterrichtsprogramm zur Medienkompetenz. Er beantwortet nicht, welches Programm man bedient, sondern was man tut, bevor man etwas glaubt oder weitergibt.

Tutorinnen

Ältere Schülerinnen begleiten die neuen Fünftklässlerinnen durch das erste Jahr. Sie zeigen das Haus, beantworten Fragen und sind da, wenn etwas unklar ist. Die Tutorin kennt man schnell mit Namen.

Informatik-Biber

Im November nehmen alle Jahrgangsstufen am bundesweiten Wettbewerb Informatik-Biber teil, von der fünften bis zur zehnten Klasse — Knobelaufgaben zum digitalen Denken, allein oder im Team. Zuletzt waren mehr als neun von zehn Schülerinnen dabei.

Wenn es einmal nicht von allein geht

Niemand soll durchrutschen — und niemand soll sich dafür schämen, Hilfe zu brauchen.

Hausaufgabenbetreuung

Ihre Tochter macht die Hausaufgaben in der Schule, mit jemandem im Raum, den sie fragen kann. Zu Hause bleibt der Nachmittag frei.

Schulinterne Nachhilfe

Ältere Schülerinnen geben sie, in Mathematik und Englisch. Wer hingeht, muss nicht erst erklären, wo die Klasse gerade steht — und sitzt jemandem gegenüber, der denselben Stoff vor zwei Jahren selbst hatte.

Intensivierungskurse

Für einzelne Themen, die gerade schwerfallen — nicht auf Dauer, sondern so lange, bis es wieder trägt.

Wahlfächer

Musik, Sprache, Kunst, Natur. Das meiste davon leitet eine Lehrkraft, die es selbst gern macht — das merkt man. Der größte Teil davon ist Musik.

Musik

Bigband

5. bis 10. Klasse

Ein symphonisches Blasorchester: Pop, Filmmusik, Musical. Einsteigen kann, wer etwa zwei Jahre ein Blasinstrument spielt. Aufgetreten wird beim Weihnachts- und beim Sommerkonzert.

Bläserklasse

5. und 6. Klasse

Jedes zweite Jahr fängt eine neue Bläserklasse an: ein Blasinstrument von Grund auf lernen — von der Querflöte bis zur Tuba — und vom ersten Tag an gemeinsam als Orchester spielen. Die Schule vermietet die Instrumente, zwei Jahre bleibt man dabei.

Chor

alle Jahrgangsstufen

Wer noch nie in einem Chor war, findet sich schnell zurecht — man lernt es im Singen.

Gitarre

Wir fangen bei den ersten Griffen an. Vorkenntnisse braucht niemand mitzubringen, Geduld mit den eigenen Fingern schon.

Instrumentalunterricht

Unterricht am eigenen Instrument, hier im Haus. Das spart den zusätzlichen Weg an einem ohnehin vollen Nachmittag.

Klavier

Am Klavier geht es lange langsam und dann auf einmal schnell. Wir fangen bei den Grundlagen an und richten uns danach, wie viel Zeit zum Üben bleibt.

Schulband

Proben, Stücke aussuchen, auftreten. Wer ein Instrument spielt oder singt, ist willkommen — das Zusammenspiel bringt man selten mit, es entsteht hier.

Streicherensemble

Geige, Bratsche, Cello — gemeinsam. Zusammenspielen ist etwas anderes als allein üben, und für die meisten der schönere Teil.

Sprache und Lesen

Bücherei

Die Schülerbücherei hat jeden Tag in der Pause geöffnet; die Bücherei-AG führt die Ausleihe und berät. Einmal in der Woche wird vorgelesen, dazu kommen Autorenlesungen.

Kunst, Bühne und Bewegung

Kunst

Zeichnen, Malen, Drucken, Bauen — mit mehr Zeit und mehr Material, als eine Unterrichtsstunde hergibt.

Schulspiel

Theater von der ersten Leseprobe bis zur Aufführung. Auf einer Bühne zu stehen kostet Überwindung; genau deshalb lohnt es sich.

Natur und Forschen

AG Forscherinnen

6. und 7. Klasse

Experimentieren, ohne dass am Ende eine Note steht: ausprobieren, beobachten, noch einmal von vorn. Für Mädchen, denen eine Schulstunde dafür zu kurz ist.

Imkerei

Schülerinnen kümmern sich um die Bienen — durch das ganze Jahr, nicht nur zur Ernte. Wer einmal dabei war, wenn ein Volk arbeitet, schaut danach anders auf einen Sommertag.

Was die Schülerinnen selbst in die Hand nehmen

SMV

Die Schülermitverantwortung vertritt die Anliegen der Schülerinnen gegenüber der Schulleitung — und organisiert einen guten Teil dessen, was im Schuljahr überhaupt stattfindet.

Schulsanitätsdienst

Ausgebildete Schülerinnen sind die Ersten am Ort, wenn im Haus etwas passiert. Was sie dabei lernen, ist weit über die Schulzeit hinaus nützlich.

Marketing AG

Eine Firma, die Schülerinnen selbst führen: kalkulieren, einkaufen, verkaufen, abrechnen. Betriebswirtschaft, die nicht im Heft stattfindet.

Und danach?

Nach dem Unterricht geht es für viele weiter: Die Nardini-Realschule ist eine offene Ganztagsschule. Betreuung gibt es von Montag bis Donnerstag, jeweils von 12.20 bis 16.20 Uhr — der Einstieg ist auch zum Halbjahr möglich. Alle vier Nachmittage kosten 40 Euro im Monat für zehn Monate; wer einzelne Tage bucht, zahlt 10 Euro im Monat je Tag. Dazu 4,00 Euro je Mittagessen.

Alles Weitere — Buchung, Ermäßigung und der Anmeldeweg — steht unter Elterninformationen.