Dirk Reinhardt besuchte die achten und neunten Klassen und stellte seine Romane „Train Kids“ und „Edelweißpiraten“ vor. Beide lesen die Schülerinnen als Lektüre.
„Train Kids“ erzählt von Jugendlichen aus Mittelamerika, die als blinde Passagiere auf Zugdächern durch Mexiko nach Norden fahren. Das Besondere daran: Die fünf Hauptpersonen haben reale Vorbilder. Reinhardt ist selbst dorthin gereist, hat die Jugendlichen begleitet und ihre Geschichten aufgeschrieben. Seine Fotos aus der Recherche zeigte er dazu.
Den neunten Klassen erzählte er von den „Edelweißpiraten“ — Jugendlichen im Ruhrgebiet, die sich der Hitlerjugend verweigerten, Flugblätter verteilten und dafür ins Visier der Gestapo gerieten. Auf die Frage, wie er auf das Thema kam, erzählte er von seiner Großmutter, die im Krieg denunziert wurde, weil sie englischen Rundfunk gehört hatte.
In der Fragerunde wollten die Schülerinnen vor allem wissen, wie man Autor wird. Reinhardt erzählte von den Absagen, die er als junger Mann von Verlagen bekam — und davon, dass er weitermachte. 2025 erhielt er den Deutschen Jugendliteraturpreis der Jugendjury.